Herbstfreizeit 2001 in Furth im Wald

1. Tag, Samstag
Bei mittelmäßigem Wetter sind wir wie jedes Jahr zu spät losgefahren. Außnahmsweise lag es mal nicht an Wolfgang, der sonst immer zu spät kommt!

Nach 7 Stunden Fahrt und mehreren Hungeranfällen von Kais, der um sein Abendessen bangte, kamen wir endlich in der Jugendherberge Furth im Walde an. Ächtzend schleppen wir unsere Koffer und Taschen in unsere Zimmer und stürzten uns auf das Essen. Danach machten wir eine "Jugendherbergsbesichtigung" und spielten viiiele, viiiele Kennenlernspiele. Am späten Abend fielen wir in unsere Betten und schliefen durch bis Morgen früh.

2. Tag, Sonntag
Nach einem Frühstück mit krümeligen Mini-Brötchen, die zerfielen, sobald man sie anschaute, packten wir unser Lunchpaket und wanderten durch Wald und Feld. Wir kamen nur im Schneckentempo voran, da alle nach Bucheckern, Schilfkolben und Kitzel-Gräsern suchten. Mit Wanderstöcken stiefelten wir durch den Wald. Nach etlichen Stunden machten wir Rast und futterten unsere Lunchpakete. Dann ging es ab in die Jugendherberge unter die Duschen.

Gesangsunterricht
Gesangsunterricht
Wandern
Wandern
Endlich Rast
Endlich Rast

 

Nach dem Abendessen fand eine Massenschlacht statt um die besten Plätze in der Schlange vor der Bank zu ergattern. Bankdirektor Joachim teilte jedem den gewünschten Taschengeldbetrag aus und Kais "überprüfte" alle Umschläge auf Briefbomben, Juckpulver und ähnliche trainernervende Dinge. Zum Glück fanden sich nur Ausweise, Versicherungskarten und Notfalltelefonnummern. Nach erfolgreichem Banküberfall mussten die neuen, süßen, unschuldigen kleinen Jungs ihre Pilotenprüfung bei Prüferin Franca und Chefpilotin Lea ablegen. Alle bestanden erfolgreich die etwas feuchte Prüfung (dank Waschlappen unterm Hintern).

3. Tag, Montag
"Auuufwaaacheen!" So nett wurde man von Kais jeden Morgen geweckt. Nach dem wir fast aus dem Bett gefallen waren, gab es zum Frühstück eisige Eisbrötchen aus der Tiefkühltruhe mit einer Füllung, die einem Eiswürfel gefährlichähnlich sah. Am Vormittag waren wir in einem Naturpark mit Unterwasserstation in dem seltsame Dinge geschehen sind: Franca wurde fast mit einem Hummer namens Hansi verlobt(was ich grade noch verhindern konnte), wir trafen eine Ringelnatter mit hellseherischen Fähigkeiten und lebensgroße rostige Blechtiere. Nachdem wir uns aus dem gespenstischem Tiergarten gerettet hatten, gingen wir in die Jugendherberge zurück und stärkten uns mit unserem Lunchpaket für einen Einkauf mit Kais. Während wir mit Kais einkaufen waren, kloppten sich die kleinen Jungs in der Jugendherberge. Joachim und Wolfgang hatten keine ruhige Minute bis wir zurück kamen und das Problem retteten, indem wir ihnen die Einkäufe unter die Nasen hielten. Alle wollten unbedingt Chips haben. Aber sie mussten noch warten, bis abends Hockeyschläger aus Zeitung gebastelt und der Kiosk eröffnet wurde.

4. Tag, Dienstag
Das Frühstück war mehr oder weniger lecker, das Wetter mehr oder weniger schön - die besten Voraussetzungen für ein mehr oder weniger faires Hockeyspiel, in dem es "nur" zu mehreren Fouls, einer sehr bösartigen Beleidigung über einen Schläger (von wem, wird hier aus Datenschutzgründen nicht erwähnt) und endlosen Strafminuten für Kais und Joachim kam. Nach dem mehr oder weniger gerechtem Ende, düsten wir ins Schwimmbad und ließen uns mit einem Bauchplatscher in das danach mehr oder weniger volle Becken platschen. Die Küchencrew hatte für uns das Essen später zubereitet, sodas wir auch noch eine mehr oder weniger kalten Mahlzeit bekamen.

5. Tag, Mittwoch
Da Tag der deutschen Einheit war, machten wir nochmals Bekanntschaft mit unseren geliebten Mini-Brötchen! Dann wurden wir in einen matschigen Wald entführt. Wir trafen Pilze, Pfützen und sogar Matschmonster, die sich einen Spass daraus machten die Schuhe von Simon und Dennis festzuhalten und nicht mehr loszulassen. Lea hatte dann die Ehre, gegen die Matschmonster anzukämpfen und die Schuhe zu retten (Lea:" Da gingen 10 Taschentüchen und meine sämtlichen Nerven drauf!") Als Belohnung durften Lea+Franca+Kais den Jüngeren eine Schnitzeljagd vorbereiten. Danach hieß es: 1. Abendessen, 2.Brettspiele und 3. ab ins Bett!

6. Tag, Donnerstag
Wie jeden Morgen: Frühstück, Lunchpaket und ab die Post ins Märchenschoss! Wir begegneten Schneewittchen, Dornrößchen und co. Danach schleppten wir unsere müden Beine noch durch einen Waldlehrpfad. Joachim und Kais konnten sich nicht einigen, wie groß ein Kubikmeter Holz ist und wie viel der Bayrische Wald an einem Tag wächst und mussten das natürlich ausdiskutieren! Wir Kinder probierten in der Zeit das Baumtelefon und das Holzxylofon aus. Abends spielten wir wie jedes Mal "Heimlich und co". Dann ging es sofort ins Bett ( Auf den Befehl von Kais). Worauf wir natürlich demonstrierten und nur noch mehr Krach machten! Armer, armer Kais!

7. Tag, Freitag
Morgens verschleuderten wir unser restliches Taschengeld in der Stadt und deckten uns neu ein mit Zeitschriften, Süßigkeiten und Tagebüchern. Danach ging es noch ins Drachenmuseum wo wir uns die verschiedenen Drachenarten anschauten und uns die Haare zu Berge standen. Am Abend wurden die Jungs aus unserem Tagesraum ausgesperrt und wir verwandelten ihn in einen quitschbunten Partyraum. Kais forderte unsere ganze Konzentration mit Denk-, Lauf- und Lachspielen, wie z.B. "Die Kutsche", "Klaus, Klaus, Klaus" und "Ha Ki So".
Die Zivis mischten kräftig mit und wurden, ebenso wie wir, mit kleinen Preisen belohnt. Zum Abschluss des tollen Abends, griff Wolfgang zur Gitarre:"Gute Nacht, Thorben, es ist Zeit für dich zu gehn. Was du noch zu sagen hättest quasseltst du in deinem Bette und dann ist es schon geschehn."

Wegsuche
Wegsuche
An der Infotafel
An der Infotafel
Die Teilnehmer
Die Teilnehmer

 

Abreise, Samstag
Dieser Morgen bestand aus hektischem Gewuslel, der verzweifelten Suche nach verlorengegangenen Sachen, einem schlecht gelauntem Wolfgang, der Versklavung von Kim und Lea (die 2 Stunden lang nur Kisten runter schleppen mussten) und der üblichen Abschiedsstimmung. Die Fahrt verlief bei spannenden Harry Potter Kassetten und knatschigen Muffins (die Kais eine Woche lang stehen gelassen hatte) mehr oder weniger ruhig. Alle waren froh, als wir am Höchster Schwimmbad erwartet wurden.

Teilnehmer:
Kais, Wolfgang, Joachim, Lea, Franca, Kim, Thorben, Marcel, Milos, Dennis, Simon, Jan, Andreas, Sebastian.


LEA + FRANCA