Herbstfreizeit 2011 Gersfeld

Als wir am Samstag in der Jugendherberge ankamen ohne uns vorher verfahren zu haben, was an ein Wunder grenzte, packten wir erst aus und spielten im Anschluss Kennlernspiele.

Der Tierpark in den wir am Sonntag spazierten lag in Gersfeld. Dort sahen wir im Streichelzoo wie Ziegen einen kleinen Jungen überfielen und ihm das Ziegenfutter aus der Hand rissen. Am Montag teilten wir uns in Gruppen ein und machten mit GPS-Geräten einen 13 km kurzen Spaziergang durch das Rote Moor und die Kaskadenschlucht.

Trotz des andauernden Nieselregens machte es viel Spaß. Am Dienstag kam die 20km lange Fahrradtour anschließend mit dem 1km langen Tunnel der Bergab führte. Diesen Tag schlossen wir mit 11 raus, Kakerlakenpoker und vielen anderen lustigen spielen ab.

Da am Mittwoch ein nebeliges und nasses Wetter herrschte, fuhren wir nach Fulda und besuchten die Kinderakademie(KAK). Dort gab es viele amüsante Denk- und Ausprobierspiele. Außerdem eine Führung durch ein 6x6m großes, begehbares Herz, die vor allem bei den jüngeren Anwesenden Begeisterung auslöste. Das ursprünglich für danach geplante Shoppen fiel leider buchstäblich ins Wasser. Nur Parkscheine kaufen macht aber doch auch Spaß :D.

Der Donnerstag war der erste wirklich schöne Tag der Woche. Auf Wunsch einiger Kinder machten wir abermals einen GPS-Spaziergang über die Wasserkuppe der gerade mal 15km lang war. Dank des interessanten Segelflugmuseums wissen wir alle bestens über die Geschichte der Wasserkuppe bescheid. Für unseren täglich benötigten Adrenalinstoß sorgte die Sommerrodelbahn, die es faustdick hinter den Ohren hatte. Der krönende Abschluss des Tages war das von der Jugendherberge organisierte Grillen.

Trotz des Sonnenscheins war es beim Kanufahren am Freitag recht kühl. Nach einer kurzen Einführung in die Welt des Kanufahrens ging es auch schon los. Dieser Crash-Kurs konnte Alice und Sophia allerdings nicht davon abhalten ein unfreiwilliges Bad in der Fulda zu nehmen. Ihr langwieriges Umziehen auf einer idyllischen Wiese kostete uns viel Zeit. Das Kanufahren erwies sich als weitaus anstrengender als gedacht, da alle acht Kanus regelmäßig um nicht passierbare Stellen herumgetragen werden mussten. Schwierigkeiten gab es auch beim passieren der beide Brücken, da zwischen ihnen und dem Wasser nicht einmal ein halber Meter lag. Gegen Ende der Kanufahrt erlebte unser Kanuspeziallist seine Glanzstunde. Er fiel sehr elegant, begleitet von einem weiblichen Schrei ins eiskalte Wasser. Aufgrund unseres gemächlichen Fahrstils kamen wir später als gedacht am Endpunkt unsere Kanufahrt an. Im halbdunklen und mit kalten Händen machte das Kanuverladen und festschnüren nicht gerade Spaß, trotzdem halfen alle mit. Als wir gegen 9Uhr endlich erschöpft und müde in der Jugendherberge ankamen, hatten wir Glück und bekamen noch warmes Abendessen. Der bis jetzt immer amüsante, als Premiere von Alice und Caro geplante Spielabend, wurde abgeblasen. Aber das nicht immer alles wie geplant läuft war uns allen von Anfang an klar und ist einer der vielen Reize dieser Freizeit.

Der Samstag war ein trauriger, dennoch sehr fröhlicher Tag, denn es war der Moment des Abschieds. Die Ursprünglich geplante Besichtigung der Ronneburg fiel leider aus, da der Orientierungssinn unserer Betreuer die Fahrt zur Burg um 2 Stunden verlängerte, aber im Auto sitzen ist doch auch etwas Schönes. :D

Im Vereinsbad erwarteten uns sie Eltern mit Kaffee und Kuchen und bekamen durch eine Diashow einen kleinen Einblick in unsere ereignisreiche Woche.

Caroline Gronau