Tauchfahrt Zabargad

„Ich war zum ersten Mal zum Tauchen in Ägypten, und ich bin total erstaunt darüber, wie so ein Korallenriff aufgebaut ist und über die unglaubliche Vielfältigkeit der Korallen.“

„Das Abtauchen an Steilwänden, bei denen das Riff senkrecht tief nach unten abfällt, das ist immer wieder ein neues Abenteuer für mich!“

„Der Höhepunkt war für mich, als wir mit Delphinen schwimmen und schnorcheln konnten.“

So oder ähnlich lauteten die Kommentare der Teilnehmer der Tauchfahrt nach Ägypten. Aber wir wollen der Reihe nach berichten.

Ziel der diesjährigen Tauchfahrt war das Rote Meer, seit langem das Eldorado für Taucher. Genau aus diesem Grund ist es notwendig weit in den Süden zu fahren, um einigermaßen unberührte Tauchgebiete zu finden. Unser Ziel in diesem Jahr lag so weit im Süden, dass lediglich noch 2 Hotels zwischen „unserem“ Zabargad-Ressort und der Grenze zum Sudan liegen. Der nächstgelegene Hafen, Hamata, bietet keinerlei Aufregung für den urlaubenden Taucher. Somit war klar, dass es kaum Ablenkung vom Tauchen geben würde…

Die Tauchbasis innerhalb des Ressorts ist professionell organisiert, der Tauchbetrieb wird umweltschonend durchgeführt. So wird zum Transport der teilweise schweren Tauchutensilien an das Hausriff ein Eselswagen eingesetzt! Das Hausriff selbst ist über einen Steg zu erreichen, von dem aus man ca. 2,5m tief ins Wasser springen muss. Beim ersten Mal kostet das durchaus Überwindung! Als alternative Tauchmöglichkeit bieten sich Tagesausfahrten an, die vom nahe gelegenen Hafen aus zu den vorgelagerten Riffen unternommen werden. Beide Möglichkeiten haben wir ausgiebig genutzt!

Bevor es auf „große“ Fahrt ging, wurde zunächst das Hausriff erkundet. Dort ist eine große Menge an Attraktionen zu finden, angefangen bei den „üblichen Verdächtigen“ Riff-Fischen, über Schildkröten, und dem Haus-Barrakuda (er hatte sich das Gebiet unter dem Steg als Revier ausgewählt), bis hin zu Besonderheiten wie Schwammkrabben, Nacktschnecken und Putzergarnelen. Sand-Aale sollen dort auch zu Hause sein, allerdings waren sie wohl verreist, als wir vor Ort waren. Das Hausriff bot im Verlauf der Woche immer wieder neue Entdeckungen; es war zwischen 6:00 und 23:00 „geöffnet“, so dass auch angenehme Nachttauchgänge möglich waren.

Klangvolle Namen wie Shaab Claudio, Dolphin Reef, Shaab Malahi, Shaab Sathaya,.... kennzeichnen die Ziele unserer Tagesfahrten. Hier fanden Tauchgänge an wunderbaren, korallenbewachsenen Steilwänden statt; an Riffen, die wie ein Schweizer Käse durchlöchert sind und traumhafte Licht- und Schattenspiele bieten. Ein echtes Highlight war das Schwimmen / Schnorcheln mit zwei Delphin-Schulen! Den Tauchgängen ging jeweils ein ausführliches Briefing voraus, bei dem die Situation am Riff, Strömung, sowie weitere Besonderheiten erläutert wurden.

Das intensive Tauchen in einer entlegenen Region erfordert natürlich auch Sicherheitsvorkehrungen. Ein wichtiger Schritt hierbei ist die Verwendung eines angemessenen Atemgases. Das Angebot der Tauchbasis, Nitrox32 zu verwenden wurde von den Teilnehmern reichlich genutzt. Hierbei wird der Sauerstoff-Gehalt des Atemgases gegenüber der normalen Atemluft auf 32% erhöht, wodurch die sog. Stickstoff-Narkose reduziert und das Risiko einer Dekompressions-erkrankung vermindert wird. Das Umgehen und Tauchen mit diesem Gasgemisch erfordert eine eigene Ausbildung, die 2 Teilnehmer absolvierten.

Die Tauchtage klangen in der Regel gemütlich bei einer entspannenden Wasserpfeife in der Shisha-Bar vor traumhafter Vollmondkulisse am Meer aus. Auf diese Weise verging die Tauchwoche sehr schnell, viel zu schnell.

Es tauchten:
Thomas Bender, Werner Hessemer, Dr. Stefan Körner, Monika Schreyer und Klaus Stadler.

Dr. Stefan Körner