HöSV Wasserspringer räumten beim Härveli Cup in Helsinki ab

Erfolgreiche HöSV-Wasserspringer des Härveli Cup 2018.
Erfolgreiche HöSV-Wasserspringer des Härveli Cup 2018.

Schwer bepackt kehrten die 11 Wasserspringerinnen und Wasserspringer des Höchster Schwimmvereins aus Helsinki zurück. Im Gepäck 31 Pokale, die sie beim Härveli Cup erkämpften, der vom 10. bis zum 12. Mai 2018 in Helsinki ausgetragen wurde. „Wir sind mit Medaillenhoffnungen gestartet“, gibt Susanne Beyer, Trainerin und Springwartin des Hessischen Wasserspringverbandes zu, „das unsere Sportlerinnen und Sportler bei diesem internationalen Wettkampf so abräumen, hätten wir nie gedacht“. Bei dem Wettkampf starteten acht Nationen, darunter Mitglieder der Nationalmannschaft aus Dänemark, Norwegen und Russland. Insgesamt holten die Höchster Athleten 12 Mal Gold, sieben Mal Silber und vier Mal Bronze.

Starke Leistungen zeigten die jüngsten Springer. Alfredo Ryan gewann eine Gold- und Silbermedaille. Er träumte sogar in der Nacht vor seinem letzten Wettkampf, dass er vom 3-Meter-Brett gewinnen wird. Er hatte es sich so sehr gewünscht, die beiden russischen Springer zu schlagen, was ihm dann auch wirklich mit dem letzten Sprung gelang. Die Freude in Alfies Gesicht hielt bis zum Abflug nach Hause. Alfie wird in einer Woche nach Dresden zum Bundesstützpunkt zu einem Probetraining gehen.

Auch Max Wittig räumte kräftig ab. In den Einzeldisziplinen 1 m, 3 m und vom Turm holte er drei Mal Bronze. Mit Sonja Schmidt holte er dann noch im Synchronspringen vom 1 m und 3 m jeweils den Titel. In den Einzeldisziplinen schaffte es Sonja leider nicht aufs Treppchen und musste sich mit den Plätzen sechs, fünf und vier zufrieden geben. Sie hatte sehr starke Konkurenz aus Russland und Norwegen. Die Springerinnen zeigten sehr hohe Schwierigkeitsgrade, daran wird jetzt im Sommer mit Sonja gearbeitet.

Wolf Doebel startete in der B-Jugend, gewann drei Mal Silber in den Einzeldisziplinen. Mit Jan Viola holte er im Synchronspringen vom 3 m Brett und vom Turm jeweils Gold und mit Carina Junker ebenfalls Gold im Teamwettkampf der offenen Klasse. Carina Junkter startete auch vom 1 m und 3 m Brett, setzte sich gegen die Norwegerinnen in der offenen Klasse durch und holte jeweils Gold. Thea Schwebs sicherte sich zwei Mal Silber vom 3 m Brett und vom Turm. Gemeinsam mit Carina gewannen sie im Synchronspringen vom Turm Gold.

Als Auftakt vom 1m Brett der Männer konnte Jan Viola den Russen Nikita Magazeishchikov besiegen und gewann Gold. Ganz überraschend holte Nico Neubig sich Bronze. Mit einem guten Gefühl war Jan dann auch vom 3 m und vom Turm unbesiegbar. Er holte auch hier jeweils Gold.

Kelly Teng (A-Jugend) überraschte alle und holte sich Bronze vom 3 m Brett. Leider konnte sie dies vom 1 m und vom Turm nicht wiederholen und musste sich dort jeweils mit Platz vier zufrieden geben.

Für Leonie Viola und Maximilian Kern erfüllten sich die Hoffnungen auf Edelmetall nicht. Leonie hatte ein sehr starkes Feld mit großer  Konkurrenz aus Dänemark und Norwegen. Leonie musste sich immer knapp mit dem vierten Platz begnügen, was sehr bitter war, zumal auch hier die Punkte alle dicht beieinander lagen. Auch sie trennten vom Treppchen nur 0,05 Punkte.

Die Mannschaft der „Höchster“ fiel in Helsinki nicht nur mit ihren sportlichen Leistungen auf sondern wurde auch wegen ihres Teamgeistes zum Wettkampf nach Bergen in Norwegen im nächsten Jahr eingeladen.

Susanne Beyer: „Die Erfolge in Helsinki sind auch deshalb ein beachtliches Ergebnis, wenn man die Bedingungen berücksichtigt, unter denen unsere Sportlerinnen und Sportler trainieren. In anderen Bundesländern haben die Wasserspringer eigene Sprung- und Gymnastikhallen mit Akrobatikbahn, Schnitzelgrube und Trampolinen. Wir organisieren das Training mit viel Improvisationstalent in öffentlichen Schwimmbädern, bei laufendem Badebetrieb am Beckenrand. Das wäre so, als ob die Eintracht Frankfurt auf einem Bolzplatz trainieren müsste.“

 

Die Einzelwertungen:

 

 

 

1m

3m

Turm

D-Jugend

Alfredo Ryan

1

2

4

C-Jugend weiblich

Sonja Schmidt

6

5

4

C-Jugend männlich

Max Wittig

3

3

3

B-Jugend weiblich

Leonie Viola

4

5

5

B-Jugend männlich

Wolf Doebel

2

2

2

A-Jugend weiblich

Kelly Teng

4

3

4

Frauen

Carina Junker

1

1

 

Männer

Jan Viola

1

1

1

Frauen

Thea Schwebs

 

2

2

Männer

Nico Neubig

3

 

 

 

Synchronspringen

 

 

1m

3m

Turm

Max Wittig

Sonja Schmidt

1

1

 

Carina Junker

Thea Schwebs

 

 

1

Wolf Doebel

Jan Viola

 

1

1

Kelly Teng

Leonie Viola

4

4

 

 

Teamspringen

 

 

3m/Turm

Carina Junker

Wolf Doebel

1

Thea Schwebs

Jan Viola

2

Nico Neubig

Kelly Teng

7

Maximilian Kern

Leonie Viola

8

Max Wittig

Sonja Schmidt

4

 

Hast Du Lust auf Wasserspringen?

Wir Wasserspringer sind eine lustige und sehr erfolgreiche Gruppe. In unserem Sportler-Team gibt es auch viele Mitglieder aus dem Hessenkader. Neben Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften gewannen wir auch zahlreiche Hessische und Süddeutsche Meisterschaften.

Bekannte Namen unserer Springergruppe sind zum Beispiel Thea Schwebs und Carina Junker. Sie gewannen die Goldmedaille im Turmspringen Synchron in der Jugend A anlässlich der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Dezember 2015 in Leipzig. Thea Schwebs konnte auch gleich zu Beginn des Jahres 2016 die Goldmedaille im Turmspringen bei den Internationalen Deutschen Hallenmeisterschaften der Juniorinnen in Berlin gewinnen.

Auch jüngere Mädchen und Jungen, wie unter anderem Kelly Teng (Jugend B), Wolf Doebel (Jugend C) und Sonja Schmidt (Jugend D) konnten bei Deutschen, Süddeutschen und Hessischen Meisterschaften hervorragende Platzierungen erreichen.

Aufgrund intensiven Trainings, Disziplin, Mut und Ausdauer konnten viele Sportler und Sportlerinnen erfolgreich an Süddeutschen und Hessischen Meisterschaften teilnehmen. Daher wurden im Dezember des Jahres 2015 folgende Springer und Springerinnen in den Hessischen D-Kader gehoben: Carina Junker, Thea Schwebs, Kelly Teng, Leonie Viola, Sonja Schmidt, Ella Haussler, Wolf Doebel, Jan Viola, Maximilian Kern und Nico Neubig.

Bei all den großen Anstrengungen der Sportler und Sportlerinnen im Training vergessen die Trainer und Trainerinnen natürlich nicht den Spaß. Sie organisieren gerade in den Sommermonaten die einen oder anderen Freizeitbeschäftigungen, von denen das Sportler-Team, Trainer und Trainerinnen und die Eltern bisher begeistert waren.

Hast Du nun Lust bekommen, das Wasserspringen zu lernen? Du solltest möglichst nicht älter als 9Jahre alt sein und viel Spaß am Wasser haben. Turnst du auch noch gern, dann bist Du bei uns genau richtig!

Melde dich doch einfach bei:

Susanne Beyer

Susanne Beyer
Telefon: 0 61 36 - 76 42 46 (privat)

Flyer Wasserspringen

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Flyer HöSV Wasserspringen

 

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Was ist Wasserspringen?

Wasserspringen, oft auch "Turmspringen" genannt, ist eine sehr schöne, akrobatische und koordinative Randsportart! Man unterscheidet zwischen dem Kunst- und dem Turmspringen.

Kunstspringen
Wie ihr vielleicht selbst von Hallen- bzw. Freibädern kennt, befinden sich auf den Höhen 1m und 3m bewegliche Sprungbretter! Bei Sprüngen von diesen zwei Höhen spricht man vom Kunstspringen.

Turmspringen
Bei den Höhen 5m, 7,5m und 10m wird vom Turmspringen gesprochen. Solche Türme findet man hauptsächlich nur im Freien, z.B. im Stadionbad von Frankfurt.

Der Wettkampf
Je nach Alter muss eine unterschiedliche Anzahl an Sprüngen und Sprungarten gezeigt werden. Hierbei unterscheidet man zwischen den Vorwärts-, Rückwärts-, Auerbach-, Delphin-, Schrauben- und Handstandsprüngen.

 

Vorwärtssprünge Rückwärtssprünge Auerbachsprünge
Vorwärtssprünge
Innerhalb dieser Sprunggruppe werden Sprünge vom Kopfsprung vorwärts bis zum viereinhalb-fachen Salto vorwärts gesprungen.
Rückwärtssprünge
Rückwärts werden Sprünge vom Kopfsprung rückwärts bis zum dreieinhalbfachen Salto rückwärts gesprungen.
Auerbachsprünge
Bei dieser Sprunggruppe springt der Athlet zwar vorwärts ab, die Drehungen werden allerdings rückwärts gemacht. In der Sprunggruppe Auerbach sind Sprünge vom Auerbachkopfsprung bis zum dreieinhalb-fachen Auerbachsalto möglich.

 

Delphinsprünge Schraubensprünge Handstandsprünge
Delphinsprünge
Für Delphinsprünge steht der Athlet rückwärts auf dem Brett oder Turm und dreht vorwärts. Es werden Delphinsprünge vom Kopfsprung bis zum dreieinhalbfachen Salto gezeigt.
Schraubensprünge
Diese Sprünge können als (Schrauben)-Elemente in alle anderen Sprunggruppen eingebaut werden. Schraubensprünge können von einer Halben bis zu viereinhalb Drehungen um die eigene Achse beinhalten (dazu werden eineinhalb- bis zweieinhalb Saltodrehungen kombiniert).
Handstandsprünge
Dies ist die einzige Sprunggruppe, die nur vom Turm ausgeführt werden kann (das heißt 5m oder 7,5m oder 10m – kein Sprungbrett). Handstandsprünge haben viele Variationen; es folgen auf den Handstand verschiedene Saltosprünge.

Alle Sprünge können in unterschiedlichen Ausführungsarten gesprungen werden:

Gehockt Gehechtet Gestreckt
Gehockt
In gehockter Position ist die Rotation am schnellsten, daher aber auch der Schwierigkeitsgrad am "tiefsten". In der gehockten Ausführung müssen die Knie mit beiden Händen gehalten werden und die Beine sollten schön geschlossen sein. 
Gehechtet
Sprünge in gehechteter Position sind schwerer zu springen (die Rotation ist langsamer) und haben demzufolge auch mehr Schwierigkeitsgrad.
Gestreckt
Sprünge in gestreckter Ausführungen sind sehr schwer zu kontrollieren. Außerdem ist die Rotation sehr langsam.

Bei einem Wettkampf müssen mehrere Sprünge gezeigt werden, bei welchen nach folgenden Kriterien Noten zwischen 0 und 10 vergeben werden:

  • Höhe des Absprungs (möglichst hoch abspringen) 
  • Wenig Distanz zum Brett, Körperhaltung 
  • Spritzerloses Tauchen

 

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